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20. Dezember 2010 - unsere Photovoltaikanlage ist am Netz
Wir haben es geschafft, sozusagen in letzter Minute ist unsere Photovoltaikanlage ans Netzt gegangen. Hier noch einmal die einzelnen Schritte bis zur Fertigstellung:
18. März 2010 Auf der Jahreshauptversammlung wird der Vorstand beauftrag, einen Antrag zur Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach unseres Bootshauses vorzubereiten.
31. August 2010 Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wird der Beschluss gefasst, die Anlage zu installieren. Die Mitglieder erhalten die Möglichkeit, sich an den Investitionen zu beteiligen.
20. November 2010 Erster Spatenstich, es geht zunächst einmal unter die Erde. Um die Anlage vom Bootshaus mit dem Zähler an der Straße zu verbinden, müssen ca. 60m Elektrokabel unter unterirdisch verlegt werden.
27. November 2010 Zur Sicherung der Arbeiten auf dem Dach werden seitlich und vor dem Bootshaus Gerüste aufgestellt. Im Bootshaus beginnen die Arbeiten an der Elektrik. Es werden 2 Gleichrichter aufgehängt und zunächst nur mit dem Erdkabel verbunden.
9. Dezember 2010 Mit dem Vereinsbus und unserem größten Anhänger wird in 2 Fuhren das gesamte Material für die Anlage herangefahren und in der Bootshalle gelagert.
10. Dezember 2010 Unsere größte Sorge ist der Schnee. Der erste Schnee vom Anfang Dezember ist wieder abgetaut und heute ist das Dach schneefrei, es kann also losgehen. Der Chef der Firma Insol ist dabei und er setzt zusammen mit Klaus Linde die Dachhaken, sozusagen die Halterung für die gesamte Anlage.
11. Dezember 2010 Es sind viele Helfer da und wir können sowohl auf dem Dach an der Anlage als auch im Bootshaus an der Verkabelung arbeiten.
13. Dezember 2010 Das Dach ist noch schneefrei und so können Klaus und ich weiter an der Unterkonstruktion arbeiten. Vor Einbruch der Dunkelheit sind wir fertig und könnten morgen die Module auflegen.
14. Dezember 2010 10 cm Neuschnee, alle Dächer sind zugeschneit. Als ich am Bootshaus ankomme, hat Klaus das Dach bereits zwar schneefrei gefegt, trotzdem scheint es uns zu riskant, mit den Modulen auf dem Dach herumzuturnen. Wir verlegen stattdessen alle Elektrokabel für die Anlage und führen sie unter den Dachpfannen hindurch bis in die Werkstatt. Jetzt sind alle Vorarbeiten erledigt und wir brauchen nur noch einen schnee- und windfreien Tag zur Verlegung der Module.
15. Dezember 2010 Der Wetterbericht hat für die nächsten Tage heftige Schneefälle vorhergesagt, heute soll es aber noch schneefrei werden. Die Anlage muss auf jeden Fall noch in diesem Jahr ans Netz, weil ab dem nächsten Jahr die Einspeisevergütung geringer ist und die Rendite sinken würde. Wir haben also heute wahrscheinlich die letzte Möglichkeit, die Module auf dem Dach anzubringen. Als ich ankomme, hat Klaus schon das erste Modul alleine verlegt. Zu zweit geht es zügig weiter, bald kommen auch Wolfgang und André hinzu und zu viert haben wir bis zur Mittagspause mehr als die Hälfte geschafft, pünktlich um 4 Uhr wird das letzte von 44 Modulen verlegt und die Anlage auf dem Dach ist fertig.
18. Dezember Die letzten Kabel in der Werkstatt werden verlegt und angeschlossen. Technisch ist die Anlage jetzt endgültig fertig. Leider produziert sie noch keinen Strom, weil das Wetter sehr düster ist und die Module dicht zugeschneit sind.
Wegen des Zeitdrucks des frühen Wintereinbruchs wurde die Installation auf dem Dach zu einer spannenden und heiklen Angelegenheit. Aber wir konnten die wenigen schneefreien Tage günstig nutzen, außerdem hatten wir an jedem Arbeitstag genügend Helfer. Schließlich hat alles gut geklappt und die Sache hat auch Spaß gemacht. Auf jeden Fall haben wir jetzt als einziger Kanuverein im Bezirk, wahrscheinlich in ganz NRW eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach und leisten damit einen kleinen Betrag für die Umwelt.
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